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Meine ersten Wahrnehmungen hatte ich schon als kleines Kind. Heute sagt man „eingebildete Freunde“. Doch ich habe die ganzen Wesen tatsächlich gesehen. Mit 10 Jahren habe ich meine Lieblingstante verloren, die uns dann im Winter nach ihrem Tod als Seele besuchte. Ich saß nach dem Abendessen noch mit meiner Mutter in der Küche und im gleichen Moment hörten wir Schritte. Wie aus einem Mund sagten wir ihren Namen. Beide spürten wir sie. Ich schaute vor die Haustür und sah Schritte im Schnee, doch niemand war zu sehen. Nur ein paar Schritte. Danach meinte meine Mama: Sie hat sich verabschiedet. Ich hatte großes Glück in einer Familie aufzuwachsen, die mich für meine Wahrnehmungen nicht verurteilt oder für verrückt erklärt hat. Meistens sprach ich nur mit meiner Mutter darüber.

 

Von meinem Onkel bekam ich in der zweiten Klasse einen sehr großen Atlas geschenkt. In der Mitte waren die verschiedenen Planeten und Edelsteine der Welt abgebildet. Das waren meine Lieblingsseiten. Oft schaute ich sie mir an. Mit elf Jahren kaufte ich mir die ersten Bücher über Heilsteine und Astrologie. Mit 12 Jahren lernte ich von meiner Mutter das Kartenlegen und übte. Ich fing an, Planetenkonstellationen auswendig zu lernen sowie Heilsteine zu kaufen und anzuwenden. Zwischen 12 und 17 Jahren übte ich sehr viel und meine Wahrnehmungen wurden immer mehr und genauer. Ein Nahtoderlebnis brachte mich dann komplett zu der Überzeugung, dass einfach mehr zwischen Himmel und Erde existieren muss. So fing ich auch an, mich mit Traumdeutung und Astralreisen sowie den verschiedenen Ebenen auseinanderzusetzen.

 

Meine erste Tochter bekam ich mit 21 Jahren geschenkt, mit 23 meine zweite. Ich versuchte viele Jahre ein normales Leben zu führen, weil es sich halt so gehört. Mit 25 Jahren trennte ich mich von meinem damaligen Mann und war alleinerziehend. Ich zog um und im gleichen Haus wohnte eine Frau, die auch Karten legte. Ich erlernte durch sie nicht nur neue Kartenlegungen und Decks, sondern entwickelte im Laufe der Jahre meine unterschiedlichen Fähigkeiten weiter. Ich verwende jedoch nicht gern das Wort „Fähigkeit“ oder „Gabe“, denn ich bin der Meinung, dass das, was ich mache, viele könnten, wenn sie sich dafür öffnen würden. Umgekehrt brachte ich meiner Nachbarin ein paar andere Sachen über Energiearbeit bei. Ich kam also in ein Umfeld, in dem ich nicht unnormal war, sondern speziell. Das war eine komplett neue Erfahrung, denn mein Leben lang hatte ich zwar nie wenige Freunde aber fühlte mich im Gebiet der Medialität doch sehr alleine.

 

Mit 28 Jahren lernte ich meinen jetzigen Freund und Lebenspartner kennen und zog mit 29 Jahren nach Amberg. Ab da veränderte sich einiges. Es spukte in unserer Wohnung einige Male eindeutig. Selbst der Elektriker fand keinen Defekt, der die Phänomene in Elektrogeräten erklären könnte. Heruntergefallene Bilder und sonstige verrückte Dinge, die man nicht mit Wissenschaft oder Logik erklären konnte, passierten. Da sah ich sie also wieder, die Seelen. Und es waren einige. Ab da ging alles rasend schnell weiter in meiner Entwicklung. Es lag wohl auch daran, dass ich mich nicht mehr innerlich dagegen wehrte und um jeden Preis „normal“ sein wollte. Mein Freund, meine Kinder, meine Familie lieben mich wie ich bin. Was sollte schon passieren?

 

Ich kam in eine noch offenere Gesellschaft von Nachbarsfrauen, die alle grundverschieden sind, aber eines gemeinsam haben: Sie alle haben eine geliebte Person verloren oder hatten enge Freunde oder Familienmitglieder, denen jemand fehlte. Und Sie waren sehr offen und tolerant. Als erstes vertraute ich mich meiner Nachbarin an, als ich ihren Vater gesehen hatte. Ein paar Wochen später sprachen mich schon die ersten darauf an, so ist das eben im Dorf. Ich versicherte mich bei meinem Freund, wenn ich damit raus in die Öffentlichkeit gehen würde, dass es für ihn auch okay ist, falls er auf mich angesprochen würde. Er stand und steht zum Glück hinter mir. Ab da folgte eine Sitzung nach der anderen. Ich kann bis heute nicht fassen, wie viel Positives passiert ist und bin dankbar für meine Mutter, die immer ein offenes Ohr hatte und mich nie verurteilt hat und für meinen Freund, der mich immer so genommen hat wie ich bin, selbst wenn er nicht alles nachvollziehen kann. Ich bin dankbar für meine Kinder, die bereits jetzt sehr empathisch sind. Ich bin dankbar für meine ehemaligen Nachbarinnen, ohne die ich mich nie getraut hätte, meine Angst zu überwinden und so vielen wie nur möglich helfen zu können. Ich bin dankbar für deren Männer, die mir sehr skeptisch gegenüberstanden und mich permanent hinterfragt haben. Sie stellten mir sehr viele Fragen über Stunden, Tage, Wochen, Monate hinweg.

 

Wenn ich gefragt werde, warum ich das alles mache, habe ich immer die gleiche Antwort: Ich möchte so viel Licht und Liebe in diese Welt bringen wie nur möglich. Ich möchte so vielen Menschen wie es nur geht helfen. Da ich das alles neben meinem Hauptjob mache, bitte ich um Verständnis wenn ich nicht immer sofort antworten kann oder Termine mit Wartezeit entstehen. Ich nehme jeden einzelnen Menschen und seine Geschichte ernst und möchte diese Termine denjenigen zur Verfügung stellen, die wirklich etwas in ihrem Leben verändern und sich weiterentwickeln wollen.

 

Alles was ich schreibe und sage basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen. Medialität ist wie die verschiedenen Sinne: Jeder nimmt es anders wahr und drückt es in seiner Weise aus. Wie andere Spirituelle gewisse Themen handhaben ist mir egal. Leben und leben lassen. Die Welt ist bunt und jeder sucht sich die Farbe aus, die ihm gefällt.

 

Ich danke dir für deine Zeit, möge Licht und Liebe in deinem Leben sein.

Katrin